5 FRAGEN AN: Bitter Moon, das cineastische Dream Team

Seit einigen Jahren sind Réka und Simone Teil der Tessiner Kombo The Pussywarmers und beweisen, dass Musikmachen für sie viel mehr beinhaltet als ein paar schöne Töne: Spannende Live-Konzepte, ansprechende Visuals – das Publikum kommt definitiv auf seine Kosten. Aufgrund ihrer gemeinsamen Begeisterung für elektronische Musik, sind die beiden seit einem Jahr auch zu zweit als Bitter Moon unterwegs. Mit ausgeklügelten Synthie-Konstrukten und verträumtem Gesang treffen sie bei mir voll ins Schwarze. Vielleicht ja auch bei dir? Damit du in den Kosmos von Bitter Moon eintauchen kannst, habe ich dem Duo aus Zürich und Lugano fünf Fragen gestellt.

Eure Musik hat etwas sehr Tropisches und Sphärisches. Warum zeichnet euch das aus?

Bitter Moon ist sehr stark beeinflusst von Filmkunst und Soundtracks. Seit wir Live-Vertonung von Filmen für das IOIC (Institute for incoherent cinematography) machen, haben wir gemerkt wie viel Spass uns das Komponieren zu bewegten Bildern macht. Filme machen es möglich, zu ganz anderen musikalischen Orten teleportiert zu werden, als wenn man sich bloss auf seine Vorstellungskraft verlässt. Davon lassen wir uns beim Musikmachen häufig inspirieren.

Was zeigt ihr als Erstes von euch, wenn jemand in den Kreativkosmos von Bitter Moon eintauchen möchte?

Das ist eine schwierige Frage, da wir bei Bitter Moon mit verschiedensten musikalischen Facetten herumspielen. Es ist – wie du bereits gesagt hast – tatsächlich ein eigener Kosmos, der wie bei einer Weltraummission erkundet werden muss. Jeder Song ist ein Planet in seiner ganz eigenen Galaxie.

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Lass uns kurz über den Entstehungsprozess eurer Musik sprechen. Wie geht ihr da vor?

Wenn wir neue Songs komponieren, starten wir am liebsten getrennt. Danach kommen wir zusammen und helfen einander, die Ideen auszufeilen und zu komplettieren. Das passiert jeweils auf eine sehr ruhige und kosmische Art und Weise.

Gewisse Songs von euch dauern knapp eine Minute, andere sprengen die 5-Minuten-Grenze. Wieso arbeitet ihr bewusst mit so unterschiedlichen Längen?

Das Komponieren ist ein intuitiver Prozess. Da mischt eine höhere Macht mit und wir wollen das nicht zu sehr kontrollieren. Jeder Song hat unserer Meinung nach ein Eigenleben und wir versuchen das zu unterstützen, wenn er zum Leben erwacht und wächst.

Im April habt ihr eure selbstbetitelte Debüt-EP veröffentlicht, seither seid ihr durch die Gegend getourt. Wie geht es bei euch weiter?

Bei uns laufen momentan verschiedenste Projekte. Zum Beispiel gehen wir im September mit zehn anderen Schweizer Acts auf eine dreiwöchige IOIC-Tour durch Südamerika, wo wir Stummfilme vertonen werden. Da freuen wir uns sehr darauf… und neue Musik kommt natürlich auch bald!

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