5 FRAGEN AN: Sensu, die Badener Beatkünstlerin

Meiner Meinung nach gehört sie zu den vielversprechendsten Newcomerinnen der Schweiz und kann locker mit Grössen wie Flume oder Jon Hopkins mithalten: Jasmin Peterhans alias Sensu. Im Vergleich zu den zwei Produzenten steht die 26-jährige Badenerin jedoch noch am Beginn ihrer Karriere. Dies könnte sich aber bald ändern, denn nach einigen grösseren Auftritten (unter anderem an der Street Parade und dem Zürich Openair) erscheint im September ihr Debütalbum «Embrace». Bevor das passiert, möchte ich dir die Nachwuchs-Produzentin ein wenig genauer vorstellen.

Sensu ist ein extrem «smoother» Künstlername. Was steckt dahinter?

Mir war es wichtig, dass mein Künstlername eine Bedeutung hat, die sich auch auf meine Musik und meine Person übertragen lässt, gleichzeitig schön klingt und einem im Kopf bleibt. Sensu ist die japanische Bezeichnung für Faltfächer. Ich kann mich im kreativen Prozess entfalten und das bereichert mein Leben.

Du hast zehn Jahre lang Klavier gespielt, bevor du dich der Produktion von Beats gewidmet hast. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?

Jeder, der Noten lesen kann und klassisch Klavier spielt weiss, dass es eine eigene und sehr spannende Sprache ist, die häufig auf Theorien beruht. Ich persönlich liebe es jedoch zu kreieren und verliere meine Kreativität, sobald man mir endlose Theorien beibringen möchte. Das war der Grund, weshalb ich den Unterricht beendet und mich nach einer musikalischen Pause im Beatmaking wiedergefunden (und auch neu erfunden) habe.

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Am spannendsten an deiner Musik finde ich, dass du deinen elektronischen Sound mit Einflüssen aus Soul, Hip Hop oder R&B kombinierst. Warum ist dieser Genremix so typisch und wichtig für dich?

Ich habe Jahre damit verbracht, mich mit der Hip Hop-Kultur zu befassen und auch mein Musikherz gehörte vorwiegend dem Hip Hop. Deshalb finde ich es schön und wichtig, dass man diese Roots in meinen Produktionen heraushören kann. Ausserdem glaube ich, dass es genau diese Mischung aus teils sehr elektronischen und Hip Hop-lastigen Elementen in Kombination mit Rap und Soulgesang ist, die meine Musik ausmacht.

Dein wichtigster Ratschlag an alle Menschen, die gerne mit dem Produzieren von eigenem Sound beginnen möchten?

Überlegt nicht zu lange, macht einfach und schränkt eure Kreativität nicht durch Theorien und weitere Einflüsse ein.

Zum Schluss ein Blick nach vorne: Im September erscheint dein Debütalbum «Embrace». Was möchtest du der Welt mit deinem Erstling zeigen?

Ich möchte der Welt damit die grenzenlose, genreübergreifende Musik von Sensu präsentieren. Mein persönliches Ziel ist es, dass von zwölf Leuten, die gemeinsam in einem Raum stehen und unterschiedliche Musik mögen, mindestens jedem ein Song von meinem Album gefällt.

Sensu live:
15.06.2019 – MONTREUX – DÉCAL’QUAI
20.07.2019 – BERN – GURTENFESTIVAL

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