GRANDE’S CHOICE: Meine zehn liebsten Songs vom April ’19

Völlig egal ob alt oder neu, mainstream oder nischig, langsam oder schnell: In meiner monatlichen Auswahl GRANDE’S CHOICE findet alles Platz, was berührt oder begeistert. Betonen möchte ich dabei, dass es sich um eine persönliche Auswahl handelt und die Reihenfolge der einzelnen Songs völlig zufällig gewählt ist. Viel Spass beim Durchstöbern!

1. Roméo Elvis – T’es Bonne

Dass die belgische Schokolade besser sein soll als unsere Schweizer Schoggi würde ich so nicht unterschreiben. Es sei denn, wir sprechen vom belgischen Rapper Roméo Elvis: Der hat vor kurzem sein neues Album «Chocolat» veröffentlicht und das hat mir richtig gut geschmeckt. Den grössten Zuckerschock gibt’s dabei mit dieser Nummer, denn der Mix aus ballerndem Bass und unverblümten Rüpel-Rap ist einfach nur köstlich.

2. FKA Twigs – Cellophane

Es waren drei lange Jahre, die wir ohne ein musikalisches Lebenszeichen von FKA Twigs ausharren mussten. Aber das Warten hat sich definitiv gelohnt: Auf ihrer neusten Single «Cellophane» zeigt sich die englische Künstlerin überraschend zerbrechlich und wartet ganze 2:45min, bevor ihr typisch hypnotisierender und vielschichtiger Sound einsetzt. Meiner Meinung nach ein absolutes Meisterwerk!

3. The Drums – Pretty Cloud

Obwohl ihr kürzlich veröffentlichtes Album «Brutalism» heisst, beschenken uns The Drums darauf mit eingängigen elektronischen Klängen und hauchendem Gesang statt brutalem Sound. In meinen Augen ist das auch die einzig richtige Entscheidung, denn so zeigen sich die Jungs aus New York von ihrer besten Seite und überzeugen mit ihrer Indie-Scheibe. Mein absoluter Favorit ist dabei der erste Track «Pretty Cloud».

4. Hundreds – Un-Unify (FOXOS Rework)

Es gibt diese Songs, die es schaffen, dich innert kürzester Zeit an einen melancholischen und nachdenklichen Ort zu katapultieren. Dieses Rework des Hamburger Duos FOXOS gehört für mich definitiv in diese Kategorie: Ihre Version von «Un-Unify» ist wunderschön instrumentiert, emotionsvoll gesungen und genau das Richtige, wenn sich deine Nackenhaare möglichst schnell aufstellen sollen.

5. Blimes & Redinho – Snake Skin Boots

Kleines Selbstexperiment: Bevor du dir diesen Song anhörst, stellst du dir vor, wie die Verschmelzung von Blues, Jazz und Hip Hop tönen könnte. Recht schwierig, diese komplett verschiedenen Musikrichtungen im Kopf zu kombinieren, oder? Die amerikanische Rapperin Blimes schafft mit «Snake Skin Boots» aber den schwierigen Spagat und kennt sich dank ihrem familiären Background bestens in allen drei Genres aus: Sie ist mit Hip Hop gross geworden, ihr Vater ist professioneller Blues-Musiker und der Grossvater spielt passioniert Jazz. Ein spannender und vielschichtiger Mix!

6. Young Galaxy – Under My Wing

Clever gemachter Electro-Pop ist etwas, das mich immer wieder aufjauchzen und begeistert in die Hände klatschen lässt. Das ist mir diesen Monat mit dem kanadischen Duo Young Galaxy und ihrem aktuellen Album «Down Time» passiert. Besonders der Opening-Song «Under My Wing» hat es mir dabei angetan, denn dieses filigrane und schwebende Klang-Konstrukt ist eine Wohltat fürs Ohr und die über sechs Minuten vergehen dank der zarten Stimme von Catherine wie im Flug.

7. Local Natives – Dark Days

Falls ich eines Tages ein Cabriolet besitzen sollte, wäre das der Song, der an einem sonnigen Nachmittag in Endlosschlaufe laufen würde, wenn ich durch die Gegend brettere: Die Kombination aus verspielten Gitarren-Riffs, sanftem Beat zum Mitschunkeln und den wunderschönen Stimmen von Taylor Rice, Ryan Hahn und Nina Persson (Sängerin von The Cardigans) erinnern ein bisschen an Fleetwood Mac und machen Local Natives zu einem Act für jede Road Trip-Playlist.

8. Kiah Victoria – Ornament

Aufmerksam geworden auf Kiah Victoria bin ich dank Senkrechtstarterin Billie Eilish. Sie bezeichnet den Sound der Newcomerin aus Brooklyn als etwas vom Spannendsten und Einzigartigsten, das sie seit langem gehört hat. Dem kann ich mich nur anschliessen: Irgendwo einzuordnen zwischen Soul, Electronica und Pop, gewürzt mit einer Prise Avantgarde – am besten hörst du es dir gleich selber an und lässt dich begeistern.

9. Coucou Chloe – Gecko

Das düstere und futuristische Auftreten von Coucou Chloe gefällt mir derart gut, dass ich gleich einen ganzen Artikel über die englische Newcomerin geschrieben habe. Deshalb macht es völlig Sinn, dass ihr neuster Wurf «Gecko» einen Platz in dieser Liste verdient hat. Denn wer diese Geisterbahnfahrt fürs Ohr einmal gehört hat, wird sie nicht mehr so schnell vergessen.

10. Hot Chip – Hungry Child

Als Hot Chip vor einigen Wochen verkündet haben, dass sie die Welt schon bald mit neuem Sound beschenken, war ich ganz aus dem Häuschen (schliesslich war es vier Jahre lang ruhig um die englische Erfolgsband). Umso mehr habe ich mich gefreut, als mir «Hungry Child» gezeigt hat, dass die Gruppe um Alexis Taylor und Joe Goddard auch nach fast 20 Jahren im Business noch weiss, wie überraschende Popmusik gemacht wird. Nachschub gibt’s übrigens schon am 21. Juni, denn dann erscheint ihr siebtes Album «A Bath Full Of Ecstasy».

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