5 FRAGEN AN: S.M.D, den Berner MyCokeMusic-Gewinner

Der 5. Oktober 2018 – ein Datum, das dieser junge Berner garantiert nie vergessen wird. An diesem Abend gewinnt Samir Djedidi alias S.M.D mit dem MyCokeMusic-Soundcheck einen der wichtigsten Nachwuchspreise der Schweizer Musikszene und sichert sich einen mächtigen Karriere-Boost in Form von professioneller Unterstützung («Gadget Management & Concert Agency») und 20’000 Franken Preisgeld. Nun setzt der Rapper mit seiner neuen EP «Troum» ein erstes musikalisches Statement seit dem Sieg. Der perfekte Zeitpunkt, um mit ihm zurück und nach vorne zu schauen.

Der MyCokeMusic-Soundcheck liegt bereits einige Monate zurück. Welche Erinnerungen kommen dir in den Sinn, wenn du an den Abend deines Sieges denkst?

Wenn ich daran zurückdenke (was ich sehr oft tue) muss ich vor allem schmunzeln. An diesem Abend war ich extrem aufgeregt und hatte Bauchkrämpfe, da es mein erster Auftritt auf einer Bühne war.

Was ist seit deinem Sieg passiert? Hat sich viel geändert?

Ich habe natürlich viel Musik mit meinem «Mentor» Ben Mühlethaler gemacht. Ansonsten hat sich nicht gross etwas geändert, ausser das ich manchmal auf der Strasse erkannt werde und die Kids ein Foto mit mir machen möchten. Das freut mich natürlich sehr.

Im Vergleich zu deinem Siegersong «Lady Green» kommt deine EP «Troum» viel ernster und persönlicher daher. Warum hast du dich für diesen Richtungswechsel entschieden?

Ich wollte mich darin probieren, «grosse» Songs zu schreiben. Ich bin aber nicht mit dem Gedanken der Neuerfindung ins Sudio gegangen, sondern habe die Songs der EP (plus zwei weitere, die noch nicht veröffentlicht wurden) in nur sechs Tagen geschrieben und aufgenommen. Am Anfang hatte ich Zweifel, so persönliche Texte an die Öffentlichkeit zu bringen, aber wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte ich nicht dieses enorme Feedback von Menschen bekommen, die sich mit meinen Songs identifizieren können.

Den Genres Hip Hop & Rap wird häufig vorgeworfen, keine Message mehr zu haben und nur noch auf mitreissenden Flow und fette Beats bedacht zu sein. Wie siehst du das?

Meiner Meinung nach sind der Vibe und die Stimmfarbe zentral, dann folgt die eigentliche Aussage und zum Schluss der Flow. Wenn ich Songs schreibe, frage ich mich oft, ob ich sie im Auto hören würde, denn dort achtet man auch nicht wirklich auf die Lyrics, sondern möchte einen geilen Vibe, zu dem man die Fenster runterkurbeln kann ohne sich schämen zu müssen. Da biete ich als S.M.D einen tollen Mix aus Songs fürs Auto und Songs, die tatsächlich eine Message haben. Oder kurz gesagt: Ich mache einfach Musik und zum Glück kommt sie an!

Der MyCokeMusic-Soundcheck war ein wichtiger Meilenstein in deiner Karriere – was wünschst du dir für die Zukunft? Was ist dein persönlicher «Troum»?

Ich möchte in erster Linie gehört werden. Ansonsten lebe ich einfach in den Tag hinein und mache mir nicht viele Gedanken. Aber natürlich ist es mein Traum, eines Tages von der Musik leben zu können und nicht mehr lange auf diesen Moment warten zu müssen. Das isch mi TROUM!

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