GRANDE’S CHOICE: Meine zehn liebsten Songs vom Dezember ’18

Völlig egal ob alt oder neu, mainstream oder nischig, langsam oder schnell: In der monatlichen Auswahl GRANDE’S CHOICE findet alles Platz, was berührt oder begeistert. Betonen möchte ich dabei, dass es sich um eine persönliche Auswahl handelt und die Reihenfolge der einzelnen Songs völlig zufällig gewählt ist. Viel Spass beim Durchstöbern!

1. Gesaffelstein – Reset

Nach rund drei Jahren liefert der französische Dark-Techno Produzent Gesaffelstein mit seiner neusten Single «Reset» das erste musikalische Lebenszeichen seit Langem. Als langjähriger Bromance Records-Fan fiel ich vor Überraschung fast vom Stuhl. Gleich doppelt freute ich mich aber, als auf Social Media bekannt gegeben wurde, dass im 2019 auch ein neues Album kommen wird. Welcome back, my king!

2. Vök – Spend The Love

Einmal melancholisch, immer melancholisch? Nicht unbedingt, wie die isländische Dream Pop-Kombo Vök beweist: Nach drei EPs und einem Album, auf denen vor allem verträumte und traurige Melodien dominierten, wird es nun überraschend funky. «Spend The Love» eignet sich perfekt zum Tänzchen durch verregnete Strassen und beweist, dass man sich trotz musikalischem Richtungswechsel treu bleiben kann.

3. Elderbrook – Old Friend

Weisst du, was mich besonders stolz macht? Wenn ein Act, den ich schon von Anfang an feiere, von Jahr zu Jahr wächst! Bester Beweis dafür ist der Engländer Alexander Kotz alias Elderbrook: Vor zwei Jahren noch mit seiner Debüt-EP im Stall 6 in Zürich zu Gast, letztes Jahr dann für einen Grammy nominiert und nun auf grosser Welttournee mit Jungle. Wir werden sehen, wohin die Reise den talentierten Electronica-Künstler noch führen wird, aber seine neuste EP «Old Friend» lässt Grosses erhoffen.

4.박혜진 Park Hye Jin – I Don’t Care

Gibt es das Genre K-House schon? Mit dieser Frage erkundigt sich ein Fan der koreanischen Produzentin Park Hye Jin auf YouTube, ob sie mit ihrem Sound gleich eine neue Musikrichtung begründet hat. Dass die einzigartige Mischung aus pumpenden Beats und koreanischen Lyrics funktioniert, hat bereits Senkrechtstarterin Yaeji zu Beginn des Jahres bewiesen. Darum bin ich der Meinung, dass die Clubs in den kommenden Jahren vermehrt auf diese neuartige Musikrichtung setzen könnten, falls sich weitere Acts bei dieser «Bewegung» anschliessen.

5. lovelytheband – broken

Während das amerikanische Indie-Trio lovelytheband bereits grosse Erfolge in ihrer Heimat feiert, ist es bei uns momentan noch ein absoluter Geheimtipp. Das könnte sich aber bald ändern, denn mit ihrem eingängigen Popsound (der teilweise stark an The Neighbourhood erinnert) ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Schweizer Musikfans anbeissen.

6. Audio Dope – Harmony

Wer im Jahr 2018 noch nicht recycelt, gehört verbannt und mit gebrauchten Petflaschen beworfen. Sieht wohl auch der Basler Elektroproduzent Audio Dope so, denn auf seiner neusten EP «Preserved» hat er Songs ausgegraben, die bereits vier bis fünf Jahre alt sind. Für langjährigen Fans gibt es natürlich aber auch neues Material, damit jeder auf seine Kosten kommt. #supportyourlocalartists

7. idealism – another perspective

Wenn ich mich konzentrieren muss, aber trotzdem Musik hören möchte, gibt es für mich eine perfekte Adresse: Das «LoFi Hip Hop Radio» auf YouTube. Vor einigen Tagen bin ich dabei über diese zarte Nummer von Bedroom-Produzent idealism gestoplert und war sofort verzaubert: Eingängige Klaviermelodien in Kombination mit Hip Hop-Beats und sanfter Perkussion. Was möchte man mehr?

8. Jadu Heart – The Cure

«Genres sind etwas für Losers!» – Mit dieser Einstellung bereichern die beiden Uni-Freunde Alex und Diva unter dem Namen Jadu Heart bereits seit einigen Jahren die Indie Pop-Szene. Trotz grossen Erfolgen ist nicht viel über das maskierte Duo bekannt – aber das muss auch nicht sein. Denn ihre verspielten Träumer-Hymnen wie beispielsweise die neuste Single «The Cure» sprechen für sich.

9. Sega Bodega – Maryland

Bereits in meiner Monatsauswahl des Oktobers habe ich dir den englischen Avant Garde-Künstler Sega Bodgega empfohlen, da er mich mit seinen futuristischen Sounds begeistert. Nach zig Stunden mit seiner aktuellen EP «self*care» habe ich nun auch seine zweite Single «Maryland» für mich entdeckt und feiere die düstere Mischung aus Underground, Elektro und Hip Hop.

10. Princess Nokia – Dragons

In Interviews haben mir Musikerinnen und Musiker immer wieder gesagt, dass jedes Album eine Möglichkeit sei, sich selber neu zu erfinden. Einen Schritt weiter geht da die New Yorker Rapperin Princess Nokia. Mal ist sie ein basketballspielender Nerd, dann ein verträumter Emo und im nächsten Moment dann ein 60s-Beach-Babe. Für die Neuauflage ihres Debütalbums «Metallic Butterfly» kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und zeigt sich als selbstbewusste Cyberpunk-Prinzessin. Ein Hoch auf die Vielfältigkeit!

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