5 FRAGEN AN: Howlong Wolf, die Winterthurer Erfolgsmischung

Wenn Gitarrenklänge und Synthie-Riffs ineinanderfliessen und sich wegen der unverkennbaren Stimme von David Langhard (auch bekannt als ehemaliger Admiral James T.) die Nackenhaare aufstellen, dann sind Howlong Wolf aus Winterthur am Werk. Mit «Wasting Time Again» ihres zweiten Albums «Owl» konnte die vierköpfige Truppe einen ersten Minihit landen, nun stehen sie mit ihrer neusten Scheibe «Norwegians Can’t Refuse» in den Startlöchern. Gibt es einen idealeren Zeitpunkt, um Frontmann David Langhard und seine Freunde ein bisschen besser kennen zu lernen? I don’t think so!

Howlong Wolf gibt es nun schon eine ganze Weile – hast du mittlerweile herausgefunden, wie lange der Wolf effektiv ist?

Nach dem «Aus» von Admiral James T. habe ich ein paar Monate nichts mehr mit der Musik am Hut gehabt, dann aber die Gitarre rausgeholt, die Bandmaschine installiert und so entstand das erste Album. Hinter dem Namen stand dabei von Anfang an nie wirklich eine wirkliche Idee, aber mittlerweile vermute ich, dass dieser Wolf endlos ist.

Euer neustes Album trägt den witzigen Titel «Norwegians Can’t Refuse» – was steckt genau dahinter?

Laut Spotify-Statistik haben wir einen Hörer oder eine Hörerin in Norwegen – da ist also definitiv noch Luft nach oben. «Norwegians Can’t Refuse» ist dabei ein Fantasie-Vorurteil. Der Mensch ordnet «die Anderen» immer ein, hängt ihnen aufgrund eigener Erfahrung (oder eben Unerfahrung) Eigenheiten an, welche er so lange aufrecht erhalten kann, bis er diese Anderen tatsächlich kennenlernt. Das versucht er natürlich so gut es geht zu verhindern.

Im offiziellen Pressetext beschreibt ihr den Inhalt des Albums als «das, was aktuell geschieht» – was geschieht denn in deiner Welt aktuell so?

Einerseits gibt es unsere (beziehungsweise meine) persönliche Welt. Da geschehen viele kleine Dinge wie immer – die Sicht darauf und deren Wichtigkeit verschiebt sich mit zunehmendem Alter aber zunehmend. Und dann gibt es die Welt, in der wir alle leben – und da ist die Kacke momentan an allen Ecken und Enden am dampfen. Gerade auch, weil all die Bilder, Vorstellungen und Vorurteile, welche wir in unserem Kopf haben, ihre Gültigkeit verlieren. Die Menschheit sucht heutzutage Halt in neuen (alten) Feindbildern, entwickelt eine ungesunde Religiosität und verhindert mit selbstgebauten Mauern eine Weitsicht.

Weiss man nach zwei Alben, wie der Hase läuft oder ist so eine Produktion jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung?

Das ist immer unterschiedlich. Beim ersten Album war nur ich dabei, beim zweiten wussten wir am Anfang nicht, ob und wie wir als Band funktionieren würden. Das war bei dieser Produktion von Anfang an klar, aber natürlich weiss man nie, ob die Ideen auch so auf dem Tonband landen, dass alle zufrieden sind.

Im nächsten Jahr geht es auf grosse Clubtour durch die ganze Schweiz – auf was freut ihr euch am meisten?

Natürlich ist das Spielen vor Publikum im Allgemeinen ein Highlight für uns, ganz egal wie viele Leute kommen. Bei Howlong Wolf freue ich mich aber auch auf den Rest des Tourlebens: Autofahren, Soundchecks, die Städte besichtigen, Essen, ja sogar das Ein- und Ausladen der Instrumente macht mir mit meinen Leuten Spass.

 

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