«The Blaze» machen grosses Kino für Auge und Ohr

Die Entstehungsgeschichte des französischen Electro-Duos «The Blaze» ist schnell erzählt: Die beiden Cousins Jonathan und Guillaume Alric erhielten in ihrer Schulzeit die Aufgabe, ein Filmprojekt umzusetzen. Das Bildmaterial hatten die beiden Jungs schnell beisammen, aber vom passenden Soundtrack fehlte jede Spur. Da sie sich mit nichts Bestehendem zufrieden geben wollten, zogen sie sich in ein kleines Studio zurück und produzierten eigenständig die musikalische Untermalung. Das machte den beiden derart Spass, dass sie das Musikprojekt «The Blaze» ins Leben riefen und ein klares Ziel verfolgen wollten: die perfekte Symbiose aus Video und Audio!

Der einzigartige Mix aus sphärischem Electro-Sound und selbstgedrehten Hollywood-Clips fand dabei schnell Anklang: Begeisterte Worte auf Seiten der Kritiker, Gigs auf den grössten Festivalbühnen der Welt (unter anderem am Coachella!) und YouTube-Klicks im zweistelligen Millionen-Bereich.

Bisher mussten sich die Fans nur mit einzelnen Singles und der Debüt-EP «Territory» zufriedengeben – doch das wurde jetzt geändert: Mit der Veröffentlichung ihres heiss erwarteten Debütalbums «Dancehall» (VÖ: 7. September 2018) liefern The Blaze gleich zehn neue Songs!

Wird der Hype andauern?

Die Erwartungen an das Album waren dabei extrem hoch: Nach den ersten zwei Überraschungserfolgen «Virile» und «Territory» (unbedingt Videos schauen!) blieb es spannend, was die beiden Franzosen als nächstes aus dem Hut zaubern werden. Ausserdem stellte sich die Frage, ob der signifikante Musikstil durchgezogen oder auch einmal gebrochen wird.

Mein erster Gedanke, der mir beim Durchhören der zehn Songs durch den Kopf ging war: „Chapeau Jungs, euer Debüt kann sich sehen lassen!“ Zwar kommt es auf «Dancehall» zum einen oder anderen Experiment («Faces» oder «Mount»), aber trotzdem werden The Blaze ihrem eigenen Stil nie untreu: Verzerrter Gesang, wummernde Basslinien und zarte Klimper-Soli begleiten die Hörerin/den Hörer durch das ganze Album. Das mag in gewissen Momenten ein bisschen öde und repetitiv wirken, stört aber kaum. Denn wo The Blaze draufsteht, ist The Blaze drin: Wunderschöner elektronischer Sound aus dem 21. Jahrhundert, der einen hohen Anspruch an sich selbst (und die filmische Umsetzung) hat.

Ob und wie lange der Hype um die beiden Cousins Jonathan und Guillaume Alric andauert wird sich zeigen, aber fest steht, dass The Blaze auch auf Albumlänge überraschen und begeistern können!

P.S. Falls du die Chance hast, das französische Duo einmal live zu erleben – go for it! Das Konzert von The Blaze am Openair St. Gallen 2018 war eines meiner persönlichen Highlights. Ganz grosses Kino für Auge & Ohr!

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