Ariana Grande: Hat Pharrell Williams ihr neues Album «Sweetener» versaut?

Enttäuschte Fans, mittelmässige Kritiken und ein grosses Fragezeichen. Ariana Grande’s neustes Album «Sweetener» (VÖ: 17. August 2018) ist aktuell in aller Munde. Denn nach den beiden vielversprechenden Vorab-Singles «No Tears Left To Cry» und «God Is A Woman» waren die Erwartungen an den Release extrem hoch – und wurden leider nur mittelmässig erfüllt: Die Fachpresse bezeichnet das Album schon jetzt als Flop und auf Twitter bringen die Fans ihren Frust zum Ausdruck. Doch woran liegt’s? Was ist falsch gelaufen?

Fehlt der rote Faden?

Dass Ariana Grande gerne mit verschiedenen Genre-Elementen und Musikstilen spielt ist nichts Neues. Bisher hat das auch immer gut funktioniert, wie beispielsweise ihre letzten beiden Scheiben «My Everything» und «Dangerous Woman» bewiesen haben. Aber auf «Sweetener» passt irgendwie gar nichts zusammen : Mal tönt’s gewohnt elektro-poppig («Breathin»), dann sehr theatralisch («Raindrops») und in anderen Momenten sogar überraschend urban («Sweetener»). Diese enorme Bandbreite mag im ersten Moment erfrischend sein, killt gleichzeitig aber auch den Aufbau und die Dramatik.

Falscher Produzent gewählt?

Eine zweite mögliche Antwort für dieses wirre Chaos findet man im Album-Booklet: Pharrell Williams. Neben den beiden Hauptproduzenten Max Martin & Ilya, welche für die „mainstream-tauglicheren“ Songs verantwortlich sind, hat auch der amerikanische Trendproduzent seine Finger im Spiel gehabt. Tönt in der Theorie vielversprechend, ist in Wirklichkeit aber eher ein misslungenes Experiment.

Denn keine Frage: Die Konzepte von Pharrell Williams sind avant-gardistisch, frisch und tragen oft Früchte (wie zum Beispiel sein Zweitprojekt N.E.R.D oder der Über-Hit «Happy» zeigen). Aber Ariana Grande’s Stimme harmoniert einfach nicht mit dieser Ästhetik und darum wirkt die Zusammenarbeit oft verkrampft und aufgesetzt (einzige Ausnahme: «The Light Is Coming» mit Nicki Minaj!).

Kurz: es ist wie so oft im Leben – nicht alle Konstellationen funktionieren und manchmal passen zwei Menschen beim besten Willen nicht zusammen. Ein Paradebeispiel dafür ist der Track «R.E.M»: Der Beat ist grandios, die Produktion auf einem hohen Niveau – aber die alternative Version mit der Stimme von Beyoncé (welche überraschend im Netz aufgetaucht ist) zeigt, dass die Fusion von Pharrell Williams und Queen B besser funktioniert.

Tatsächlich ein Flop?

Fassen wir also kurz zusammen: Pharrell + Ariana = NOT A MATCH! Fans und Musikkritiker = enttäuscht. Aber ist es berechtigt, das Album deshalb gleich als Flop zu bezeichnen?

Meiner Meinung nach nicht. Auf «Sweetener» sind durchaus ein paar Highlights zu finden (Anspieltipps: «No Tears Left To Cry», «Breathin» & «The Light Is Coming») und ich rechne es Ariana hoch an, dass sie sich immer wieder in neue Gefilde wagt. Denn das zeigt, dass in ihr mehr als nur ein 0815-Teeniestar steckt und künstlerischer Facettenreichtum langfristig erfüllender ist als Mainstream-Erfolg.

Was sagst du zu Ariana Grande’s neuem Album «Sweetener»? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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